Aquaball ist nicht Wasserball - Mainpost /Schweinfurt Tagblatt 13.3.2015

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Teilnehmer aus ganz Deutschland in Haßfurt – Starke Schweinfurter Aquatigers

  • Foto: René Ruprecht
    Nasse Attacke: Der Schweinfurter David Tschirschwitz springt zum Torwurf aus dem Wasser.


Haßfurt   Bunnyhunters aus Dachau, Aqua Guards aus Ahaus, Soester Haie, Unna Marlins und Marlins Reloaded aus Lünern, Münchner Wasserpfeifen und Spaßgemeinschaft, ETV-Piranhas aus Hamburg, Waldbröler Orcas, Dolphins aus Werl, WildCrocs aus Ebersberg und zu guter Letzt die Aquatigers aus Schweinfurt. Nein, es sind keine fiktiven Filmpersonen, sondern echte Wasserhelden. Diese verrückten Mannschaftsnamen kamen mit über 160 Menschen zum Aquaball in Haßfurt zusammen.
Der Schiedsrichter wirft den Ball in die Mitte des Wasserbeckens, das zwölf auf acht Meter groß ist. Jeweils vier Aquaballer zweier Mannschaften schwimmen von ihrem Beckenrand los, um den Ball zu ergattern. Eins, zwei, drei Pässe und schon konzentriert man sich auf das Tor, vor dem bis zu vier Gegenspieler stehen. Einen festen Torwart gibt es nicht. Schwimmen ist erlaubt, aber nicht während des Ballbesitzes. Aquaball ist nämlich nicht Wasserball. Die Aquaballer spielen mit einem Beachvolleyball im brusttiefen Wasser. Körperkontakt ist verboten. Bei Ballbesitz darf man seine Position nicht verlassen, ausgenommen in die Höhe springen um zu passen oder werfen. Vor dem Torabschluss muss die angreifende Mannschaft mindestens drei Pässe ausführen.
In Schweinfurt wird Aquaball seit 2004 gespielt, die Aquatigers gewannen seitdem in allen Wertungsklassen mehrere Turniere. Neben mehreren bayerischen Meistertiteln wurden auch deutsche Meistertitel nach Schweinfurt geholt: 2012 mit der Jugend, 2010 in der Jugend und bei den Youngsters. Auch in der laufenden Saison ist man erfolgreich, die Schweinfurter Aquatigers I stehen auf Rang drei in der Klasse „Youngsters“ und somit in der Zwischentabelle zur deutschen Meisterschaft auf Position zwei. Im Schweinfurter Duell besiegte das erste Team die zweite Aquatigers-Auswahl glatt mit 9:0. Neben einem weiteren Sieg gegen die Soester Haie Mädels (8:3) steckten die „Einser“ gegen Aqua Guards I knapp mit 4:5 und gegen Soester Haie glatt mit 1:6 zwei Niederlagen ein. Die krankheitsgeschwächten Youngsters II aus Schweinfurt gaben alle vier Spiele an die Gegner ab. Trotz der eingesprungenen Ersatzspieler der ETV-Piranhas beugten man sich gegen die Aquatigers I (0:9), Soester Haie I (1:10), Aqua Guards (0:7) und Soester Haie Mädels mit 3:5.
Die erste Mannschaft in der Klasse „Offene“ hatte beim Losverfahren Pech und musste sich in einer schweren Gruppe am Ende geschlagen geben. Die Münchner Wasserpfeifen waren für das erste Team der Aquatigers mit 1:6 aus Sicht der Schweinfurter zu stark. Auch gegen die Unna Marlins war nicht mehr als ein 1:5 drin. Mit einem glanzvollen 12:3-Triumph gegen die Dolphins Werl verabschiedete man sich vom Turnier. Die zweite Mannschaft überraschte dagegen mit dem Einzug in die Endrunde. Mit kämpferischen Erfolgen über die Waldbröler Orcas (3:2), Soester Haie II (4:3) und die Bunnyhunters II (4:3) war die Niederlage gegen den Meisterschaftsanwärter Aqua Guards I mit 1:13 nur noch Formsache. In der Endrunde waren die wasserballerfahrenen WildCrocs aus Ebersberg mit 7:4 überlegen. Auch gegen die starken Münchner Wasserpfeifen war nicht mehr als ein 3:9 drin.